
Heute gibt es kein Rezept, sondern „Hacks“! Oder so. Eigentlich sind es schlicht ein paar Kleinigkeiten, die ich mir in der Küche angewöhnt habe und die sich darunter völlig selbstverständlich anfühlen. Aber was für den einen normalen ist, kennt den nächsten gar nicht und das wäre bei diesen kleinen Tipps sehr schade – also habe ich sie euch hier aufgelistet.
Backpapier zerknüllen
Ganz entgegen der üblichen Dramatik starte ich mit meinem besten Trick: Wenn ihr nervt, dass ihr das Backpapier immer wieder zusammenrollen möchtet, dann knüllt es einmal kurz mit beiden Händen zusammen, bevor ihr es ausbreitet und auf das Blech oder in die Kuchenform legt. Die vielen kleinen Faltkanten stabilisieren es und es liegt wunderbar flach. Tada! So einfach, aber so wirkungsvoll. Ich freue mich seit Jahren jedes Mal darüber.
Ingwer schälen mit einem Löffel
Das ist ein ziemlicher Klassiker. Besonders sparsam könnt ihr euren Ingwer mit einem kleinen Löffel schälen. Die Kante des Löffels ist scharf genug, um die dünne Schale abzureiben. Aber das Ganze hat noch einen Vorteil: Gerade wenn ihr nur ein kleines Stückchen Ingwer für eine Tasse Tee schälen wollt, kann es unangenehm ausgehen, mit dem Messer daran herumzufuhrwerken – da spreche ich leider aus Erfahrung und werde künftig schön konsequent die Löffel-Methode verwenden. Ich habe übrigens gehört, dass man Bio-Ingwer eigentlich gar nicht schälen muss, aber ich bleibe lieber dabei.
In Gläsern einfrieren
Gerade für Nudelsoßen oder Suppen finde ich es sehr praktisch, sie in alten Gläsern einzufrieren. Ich habe dafür noch einige, in denen früher mal Suppe drin war, aber letztendlich eignet sich jedes Glas mit Deckel. Wichtig ist, sie nicht vollständig zu machen, da sich die Flüssigkeit beim Einfrieren ausdehnen wird, ich lasse immer ca. 1-2 cm oben frei. Aber so sollte es wunderbar funktionieren, ich hatte in all den Jahren kein einziges Problem damit.
Auf dieser Art friere ich auch gerne Bananenstückchen fürs Porridge ein. Die Gläser sind einfach zu stapeln, lange wieder verwendbar und wenn die Deckel doch irgendwann unschön werden, gibt es bestimmt bald ein leeres Oliven- oder Marmeladen-Glas, das als Ersatz herhalten kann.
Immer geriebener Käse zur Hand
Wenn ich geriebenen Käse kaufe, werfe ich ihn schnell immer direkt mitsamt der Packung ins Gefrierfach. Ich verwende ihn meist nur zum Überbacken oder sonst in kleinen Mengen und so muss ich mir keine Gedanken machen, dass die Reste schlecht werden könnten. Man kann ihm meistens ganz gut entnehmen, dass etwas von der konkreten Marke ab hängt, aber mit ein bisschen Klopfen lösen sich die Käsespäne in der Regel gut voneinander.
Bonus-Tipp: Insgesamt lässt sich Käse sehr gut einfrieren, zumindest eitern. Weichkäse verändert seine Konsistenz beim Auftauen, da empfiehlt es sich nicht so. Feta ist irgendwo dazwischen, ich friere ihn sehr gerne ein und verwende ihn dann noch zum Kochen, aber pur im Salat würde man schon merken, dass sich etwas verändert hat.
Kochwasser salzen: egal wann und ja, auch Bohnen
Vielleicht ist es nicht direkt ein Tipp, aber ich möchte mit dem Mythos aufräumen: Es ist egal, ob ihr euer Kochwasser vor oder nach dem Aufkochen salzt. Ja, wirklich. Ja, theoretisch verändert das Salz den Siedepunkt und es würde erst bei einer Temperatur sprudelnd kochen. Praktisch geben wir viel zu wenig Salz hinzu, als dass das einen Unterschied machen würde. Das Salz hat auch einen Einfluss auf die Wärmespeicherfähigkeit des Wassers, aber auch hier gilt, dass die Salzkonzentration viel zu niedrig ist, um merklich etwas zu verändern. Für die Küche ist das alles schlicht vernachlässigbar.
Es gibt auch das Gerücht, man dürfe getrocknete Hülsenfrüchte beim Kochen nicht salzen, weil sie sonst fest bleiben würden. Ich habe keine Ahnung, was der Ursprung dieser Geschichte war, aber das Gegenteil ist der Fall. In gesalzenem Wasser werden Linsen und Bohnen schneller gar, weil das Salz hilft, die Zellwände aufzuweichen. Und ich finde das Salz tut ihnen auch geschmacklich gut. Also traut euch ruhig Salz zuzugeben – nur überprüft dann vielleicht schon etwas früher als sonst, ob sie gar sind, damit sie nicht verkochen. Wie groß der Unterschied ist, hängt sicher auch von der Salzmenge und den konkreten Hülsenfrüchten ab, aber lieber einmal zu viel nachprüfen.
Frühlingszwiebeln lagern
Frühlingszwiebeln halten sich ziemlich lange, wenn sie in ein Glas Wasser und damit in den Kühlschrank gestellt werden. Das Wasser sollte regelmäßig (alle 1-2 Tage) ausgetauscht werden, dann bleibt es schön frisch. Am besten funktioniert das natürlich, wenn sie noch ein paar kleine Wurzeln unten haben.
Man kann von Frühlingszwiebeln übrigens auch zunächst nur die obere Hälfte verwenden und die untere im Wasser stehen lassen, dann wachsen sie nach. Ich mache das selten, weil ich meistens auch das Weiße verarbeiten möchte, aber es ist eine schöne Option.
Fazit
Das war es auch schon – sechs kleine Tipps, die das Leben in der Küche einfacher machen. Vielleicht war ja etwas Neues für euch dabei. Und falls ihr noch einen richtig guten Tipp habt, teilt ihn sehr gerne in den Kommentaren!
