Wasser besser im Wasserkocher oder auf dem Herd erhitzen?

Energie sparen beim Wasserkochen: Gasherd und Wasserkocher schlagen Elektroherd
Energie sparen beim Wasserkochen: Gasherd und Wasserkocher schlagen Elektroherd





Bild: pixabay.com


Energiesparen beginnt im Alltag. In vielen Bereichen können wir unseren Energieverbrauch reduzieren, ohne dabei auf Komfort zu verzichten. Das schont unsere Stromrechnung – und das Klima gleich mit.

Beim Energiesparen spielen auch vermeintlich nebensächliche Aspekte eine Rolle. Zum Beispiel die Frage: Sollte man Wasser besser im Wasserkocher oder im Kochtopf auf dem Herd erhitzen? War spart mehr Energie?

Tatsächlich ist ein Wasserkocher sparsamer als der Kochtopf auf dem Elektroherd! Denn beim Erhitzen auf dem Herd fließt Energie in Form von Wärme zunächst in die Herdplatte, von dort in den Topf und erst dann ins Wasser. Dabei geht viel Energie verloren (besonders, wenn man auch noch ohne Deckel kocht).

Wasserkocher schlägt Elektroherd.

Beim Wasserkocher wird hingegen das Wasser direkt erhitzt, mit viel geringerem Energie-Verlust. Macht vielleicht bei einer Tasse Tee keinen großen Unterschied – doch wenn du jeden Tag mehrere Tassen Tee brühst, und das über mehrere Jahre, dann solltest du das zur Routine werden lassen. Und wenn du Wasser für Kartoffeln, Pasta und Co erhitzt, dann nutze auch dafür den Wasserkocher und gieße das Wasser dann um.

Beim Gasherd sieht es übrigens noch einmal anders aus. Denn das Feuer kann die Hitze direkt an den Topf abgeben, was ähnlich effektiv ist wie beim Wasserkocher. Du musst dafür nicht die größte Hitzestufe wählen, sonst wird viel Wärme am Topf vorbeifließen. Ganz ähnlich ist es bei einem Induktionsherd. Hier entsteht die Hitze direkt im Boden des Topfes, was ebenfalls sehr effizient ist. Wichtig: Induktionsfähige Töpfe verwenden – Adapter-Platten für nicht induktionsfähige Töpfe haben ähnliche Nachteile wie normale Ceran-Herde.

Weitere Tipps zum Energiesparen

Wichtig beim Energiesparen ist aber auch, dass man nur die wirklich benötigte Menge an Wasser erhitzt. Wenn du dir eine Tasse Tee bereitest, dann miss das Wasser einfach direkt mit der Tasse ab. Außerdem sollte der Wasserkocher regelmäßig entkalkt werden, um Energieverluste zu vermeiden.

Gerichte mit längerer Kochzeit – zum Beispiel Sojabohnen oder Kartoffeln – kannst du im Druckkochtopf zubereiten. Das verkürzt die Kochzeit und spart nochmal Energie. Natürlich solltest du auch hier das Wasser vorher im Wasserkocher erhitzen – es sei denn, du hast einen Gasherd.

Tipp am Rande: Auch wenn es der italienischen Tradition widerspricht Man kann Pasta wie Spaghetti durchaus schon in kaltem Wasser erhitzen. Auch das spart Energie und schmeckt schnell genauso gut (insbesondere, wenn das Nudelgericht ohnehin mit Soße versehen wird). Und auch Kartoffeln kannst du nach dem Aufkochen bei geringer Hitze gar kochen.

Umwelt-Folgen der Ernährung nicht vergessen!

Energie sparen schont deinen Geldbeutel und die Umwelt. Wenn Sie aber wirklich umwelt- und klimafreundlich leben möchten, dann ziehen Sie unbedingt auch eine pflanzliche(re) Ernährung in Betracht! Die ökologischen Vorteile sind unbestreitbar. Schon allein deshalb, Weil Nutztiere den größten Teil des Futters zu Gülle umwandeln.

Viele weitere Alltags-Tipps rund um einen ökologischen Lebensstil findest du übrigens auch im Buch „Einfach Öko“ aus dem Oekom-Verlag.

Der Artikel wurde am 29.5.2023 überarbeitet und ergänzt.

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