
12 Jahre Happy Carb. Ein Geburtstag, der gefeiert werden wird…
Es ist verrückt. Zwölf Jahre ist es her, dass wir, mein Mann Carsten und ich, Happy Carb auf die Menschheit losgelassen haben. Schöne Jahre, verrückte Zeiten, viele, viele leckere Low-Carb-Rezepte und noch mehr liebe Kontakte mit meinen Leser/innen, also dir. Danke dafür, dass du immer noch meinem kleinen Blog folgst.
Da war doch was…
Vielleicht hast du dich gewundert, dass ich mich im April an meinem Geburtstag nicht gemeldet habe. Du erinnerst dich vielleicht, aber ich hatte am 26. April meinen 57. Geburtstag und in diesem Jahr blieb es hier ungewohnt still. Das hat mehrere Gründe.
Einmal war ich zu dem Zeitpunkt noch sehr gerädert und schlaflos unterwegs. Ich hatte ja zum Jahreswechsel berichtet, dass ich seit Oktober heftige Hitzewallungen malträtiert habe und ich dadurch alle 45 Minuten klatschnass wach im Bett gelegen habe. Ein Alptraum und ein Energieräuber ohne Gleichen. Verrückt, wie unterschiedliche Wechseljahre verlaufen können und es ist gut, dass es Hilfe gibt. Keine Frau muss sich die Lebensqualität rauben lassen und je nach Leidensdruck kann man ganz unterschiedlich an das Thema rangehen. Mir war schon zum Jahreswechsel klar, dass ich eine Hormonersatztherapie in Betracht ziehe. Nach einigen Untersuchungen und einer individuellen Risikoabschätzung habe ich im Mai mit niedrigdosiertem bioidentischen Östrogen und Progesteron begonnen. Ich sehe für mich persönlich mehr gesundheitliche Vorteile als Risiken, aber diese Frage muss jede Frau für sich selbst entscheiden. Auf jeden Fall habe ich im Mai mit der Behandlung begonnen. Sechs Wochen lang passierte nix und ich schwitzte weiter. Hatte aber auch erst mal keine Nebenwirkungen und es fühlte sich an, als wären es nur Smarties, die ich da schlucke bzw. Mir auf den Oberschenkel schmiere. Außerdem dauerte es und ich war echt frustriert zwischendurch und wollte schon ungeduldig die Dosis erhöhen. Aber mein Arzt hat mich erst mal ausgebremst. Zum Glück, denn dann haben die Beschwerden plötzlich nachgelassen und inzwischen sind meine Hitzewallungen Schnee von gestern. Ich schlafe wieder durch und wache erholt mit Energie im Körper auf. Meine Gelenkschmerzen sind schnell weg und eine ganze Reihe anderer Unpässlichkeiten wurden weniger. Selbst die Blutzuckerwerte und die Insulinresistenz haben sich deutlich verbessert. Verrückt, welche Auswirkungen der Hormonabfall auf den Körper hatte. Ich nehme jetzt niedrigdosiert Östrogen (1 Hub Gynokadin) und Progesteron (100 mg) und hoffe, dass ich mit dieser geringen Dosierung weiter zurechtkomme. Abzuwarten bleibt, ob das Östrogen im Blut hoch genug ist, um auch die drohende Osteoporose aufzuhalten. Da ich eine schlechte Östrogenabbauerin bin (genetisch Slow-Comt), bin ich vorsichtig mit der Höherdosierung und werde im Herbst erstmal Blut auf Östrogen und den Urin auf Östrogenmetaboliten untersuchen. Ganz ohne Nebenwirkungen ging es aber doch nicht ab, denn ich hatte dann doch noch für mehrere Wochen mit Schwindel und leichter Übelkeit zu tun. Auch eine leichte Blutung stellte sich ein. Aber diese Probleme sind ziemlich normal, nach kurzer Zeit wieder verschwunden. Nun bin ich vorsichtig optimistisch und beaobachte die Veränderungen, die sich einstellen.
Dann war da noch was zu dem Zeitpunkt…
Ein weiterer Grund, weshalb ich mich an meinen Geburtstag selten gemacht habe, lag im familiären Umfeld. Mein Vater, inzwischen stolze 87 Jahre alt, wurde kurz vor meinem Geburtstag vom Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht und musste stationär aufgenommen werden. Das hält natürlich die Familie auf Trab und ich hatte einfach nicht den Kopf und die Muße an Happy Carb zu denken. Ich war zu der Zeit ja auch noch wechseljahrsgeschädelt und mir fehlte da eigentlich für alles die notwendige Substanz. Weder seelisch noch körperlich war ich damals auf der Höhe, musste aber natürlich funktionieren. Es ist ein Privileg, noch beide Eltern zu haben und da sind die Prioritäten, wenn eine Notlage auftritt, klar. Ich hoffe, du siehst es mir danach. Außer lustigen Schwitzgeschichten hätte ich ja eh nicht viel zu berichten gehabt. Zum Glück konnte mein Vater nach einer Woche das Krankenhaus wieder verlassen und ich habe ihn glücklich wieder heimgeholt.
Der Happy-Carb-Dinosaurier lebt weiter…
Momentan bin ich dabei für mich zu verinnerlichen, dass Happy Carb wieder eine reine Spaß- und Hobbywebseite wird. Die Zeiten, in denen ich meinen Lebensunterhalt über den Blog und meine Bücher verdient habe, sind endgültig vorbei. Die Internetnutzung hat sich komplett verändert und dank KI sind die Besucherzahlen und damit auch die Buchverkäufe krass eingebrochen. Und ehrlich, den großen Zampano auf Social Media zu machen, ist überhaupt nicht mein Ding. Ich stelle dort so eine allgemeine Verblödung fest, an der ich mich nicht beteiligen möchte. Über Jahre habe ich mir den Luxus gegönnt und habe nur sehr wenig Werbung gemacht. Daran werde ich jetzt nichts ändern und habe keinen Bock auf Insta oder Facebook jede Woche irgendeinen anderen Quatsch in die Kamera zu halten. Natürlich doof für mich, aber ich bin ja bekannter Dinosaurier und mampflustige Schlemmertante. Wie lange es hier weitergeht, kann ich nicht sagen und ich hangel mich jetzt so von Jahr zu Jahr. Kein Druck, keine Verpflichtungen und nur für die Freude und die Happy-Carb-Freunde, die geblieben sind.
Das Leben besteht aus manchmal unerfreulichen Veränderungen…
Was ich demnächst als Broterwerb machen werde, steht in den Sternen und ich werde erst mal schauen, was die geistlose Politik so an Grausamkeiten in den nächsten Monaten raushaut. Wird es im nächsten Jahr noch Minijobs geben, wird mein Geburtsjahrgang 1969 noch gegängelt bis zur Mumifizierung zu arbeiten oder führt unsere Regierung in ihrem nicht demnächst noch das sozialverträgliche Ableben mit 75 Jahren ein? Zack, wie im Film „Flucht ins 23. Jahrhundert“ müssen wir alle mit 75 in ein Lebensrad und da wird dann das Licht ausgeknipst. Das ist wohl der geheime Traum unseres Finanzministers. 5 Jahre Rente endlich reichen, denn wir wollen doch mit unserem Steuergeld die restliche Welt retten. Sorry, aber wir müssen wohl mit jedem Unsinn rechnen. Ich will heute keine schlechten Laune verbreiten, nur momentan ist es schwer zu planen, denn alles wird unter Umständen in Berlin umgeworfen und was da eben so an Reformen unter die Leute gebracht wird, riecht nach großer Verarsche der arbeitenden Bevölkerung. Mit 57 wird es mit Arbeit in einer strukturschwachen Gegend sowieso eher schwierig und eine weitere Selbstständigkeit kommt für mich nicht mehr in Frage. Auch versuche ich das Leben trotz bestehender existenzieller Sorgen zu genießen und werde mich spontan orientieren. Hilft ja nix. Wenn ich in diesem Jahr durch einige Schicksalsschläge im familiären Umfeld eins gelernt habe, dann, dass das Leben einem jederzeit einen Eimer Scheiße über den Kopf auskippen kann und dann hat man plötzlich echte Probleme, die einen vielleicht sogar das Leben kosten können.
Mit einem Grund, weshalb ich auf oberflächliches Social-Media-Gebrabbel keine Nerven habe und da keine Energie reininvestieren mag. Auch ist zu viel Hass und Fake überall unterwegs und man sieht nur noch die gleichen KI-Bilderplörre und die öden vorgezimmerten KI-Texte. Mein Text hier entsteht wie immer aus meinem Kopf und ich bin dankbar, dass ich noch selbst denken kann. Ein Vorteil unserer Generation ist doch, dass sich im Kopf noch etwas von alleine bewegt und dreht. Lass uns das konservieren, so lange geht es.
Danke für die Unterstützung…
Wie immer bitte ich am Happy-Carb-Geburtstag um Unterstützung für den Unterhalt der Webseite. Das Hosting und Co kosten jeden Monat einen festen Betrag und ich freue mich immer sehr, wenn du mich dabei hin und wieder unterstützt. Und nein, eine Webseite ist nicht einfach so, sozusagen im luftleeren Raum und steht rund um die Uhr von alleine zum Aufruf bereit. Nein, Happy Carb braucht dafür Technik und die kostet Geld. Zum Glück übernimmt mein lieber Mann Carsten die notwendige Arbeit, aber das ist eben nur ein Teil dessen, was hinter so einer Webseite steht. Danke auch für deine Unterstützung und deinen damit zum Ausdruck gebrachten Wertschätzung meiner Arbeit.
Vielleicht kennst du meinen kleinen Happy Shop noch, wo ich einige meiner verwendeten Produkte vorzeige. Wer mag, kann diese über Amazon kaufen und dafür erhalte ich eine kleine Provision. Ist aber kein MUSS und es gibt viele der Produkte auch woanders. Du kannst auch machen, wie du willst und kannst. Heute werde ich dir drei Sachen zeigen, die neu in den Happy Shop aufgenommen werden.
1. Der Kürbis-Problemlöser. Die Kürbiszeit steht vor der Tür und bald müssen wieder zahlreiche Kürbisse geschält werden. Wir haben uns vorletztes Jahr hier im hiesigen Haushaltsladen diese total geilen, nicht ganz günstigen Kürbisschäler gekauft. Aber wir wollen das tolle Gerät nicht mehr verpassen und bei der Menge an geschälten Kürbissen für uns ein mehr als lohnendes Invest. Wir lieben das Ding und nie war Butternut schöner schälen.
2. Trinken für Wasserhasser. Ich mag kein Wasser trinken und bewundere die Fraktion Leitungswasser im Glas. Auch was ich früher gerne auf Cola Zero ausgemacht habe, war natürlich auch nicht wirklich toll. Nicht wegen dem Aspartam, denn da bin ich schmerzfrei. Aber die enthaltene Phosphorsäure im Hinblick auf meine morschen Knochen macht nicht wirklich Freude. Zumindest nicht in großen Mengen. Seufz. Ich habe lange verschiedene Optionen zum Aromatisieren von Wasser ausprobiert und bin jetzt am Ende bei den More Sirups hängengeblieben. Vor meiner Diabetes-Diagnose habe ich gerne Apfelsaft getrunken und nun habe ich dem Sirup Red Apple meinen Favoriten gefunden und bin glücklich. Dazu sind die kleinen Flaschen super für unterwegs. Man kann zu mehr dieser oder jener Meinung haben, aber ich lasse meinen Gaumen entscheiden und bin glücklich. Es gibt noch jede Menge anderer Sorten und so landet hier auch mal Cherry, Grapefruit oder Pink Peach im Glas. Ich kriege aus so einem Fläschgen übrigens mindestens 12 Liter raus und jeder kann so dosieren, wie es persönlich schmeckt. Schau ruhig mal im Einzelhandel, denn da gibt es die inzwischen auch und manchmal sogar im Angebot. Ich konnte damit ein echtes Trinkproblem lösen, denn ich wäre lieber halb vertrocknet, als ödes Wasser zu trinken.
3. Ein Kindertraum wird wahr. Einmal Kind, immer Kind. Ich mochte früher total gerne Kinderschokolade und habe mir diese in den letzten Jahren eher verkniffen. Jetzt gibt es aber von Neoh eine Alternative, die natürlich etwas anders ist, als das Original, aber trotzdem sehr lecker. Ich esse abends gerne zwei Riegelchen und breche mir diese in kleine Stücke und nasche die genussvoll weg. Im Sommer besser aus dem Kühlschrank. Nur lutschen funktioniert nicht ganz so gut, denn durch die Ballaststoffe in der Schokolade, hat diese einen ungewohnten Schmelz. Wer mal Lust hat, kann einen Testwagen. Am Ende Geschmacksache, aber ich freue mich über die Alternative, die meinen Blutzucker nicht groß bewegt.
Lach, jetzt habe ich doch etwas Werbung gemacht, aber das sind einfach nur Sachen, die ich gerne mag, von denen ich dir unbedingt berichten wollte und ich werde von keinem Hersteller dafür bezahlt.
Der Sommer geht weiter…
Jetzt wünsche ich dir einen schönen Restsommer und eine gute Zeit. Hoffentlich ist bei dir nicht auch alles so verdörrt im Garten wie hier in Südhessen. Die Rasenfläche im Freibad ist gelb und hart wie Beton. Ich mag den Sommer sehr gerne, aber etwas mehr Regen wäre schon nett.
Zum Schluss gibt es noch einen Song, der mit mir schon seit Mai durch das Schwimmbecken schwebt. Damals wusste ich natürlich noch nicht, dass Bonnie Tyler den Sommer nicht überleben wird. Ich kann nicht mal sagen, was mich im Mai dazu motiviert hat, Totale Sonnenfinsternis des Herzens auf meinem Schwimmbadplayer zu speichern. Es war nur ein Gefühl, ein kurzer Impuls. RIP Bonnie und danke für die schönen Songs. Übrigens wurde der opulente Song von Jim Steinman geschrieben, den ich schon mal erwähnt habe, als Meatloaf das Zeitliche gesegnet hat. Jim hat nämlich für beide Künstler große Hits geschrieben. Jetzt sind die drei Musiker da oben im Himmel vereint und ich bin mir sicher, die lassen es musikalisch ordentlich krachen. Da flippen die Engel wahrscheinlich so richtig aus.
In diesen Sinne wünsche ich dir Gesundheit und Glück. Alles Gute zum Geburtstag, Happy Carb!
Liebe Grüße, Betti
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