

Bild: pixabay.com (bärb.)
Dies ist der fünfte Teil. Im letzten Teil des Fallberichts hatten wir berichtet, dass Wolfgangs Darmkrebs gestreut hatte. Den ersten Teil findet ihr hier.
Die zweite Chemotherapie ist jetzt durch. Sechs Einheiten waren geplant, doch die Ärzte Wolfgang haben kurzfristig eine siebte Einheit angehängt, weil sonst der Abstand zwischen Chemo und PET-Scan zu groß geworden wäre.
Die Chemo hatte ein ständiges Schwächegefühl verursacht. Und Durchfall, der medikamentös behandelt wird. Weil Wolfgang ein Stoma trägt, muss er darauf besonders Rücksicht nehmen.
In den Wochen ohne Chemo fühlte er sich gut.
Die Ärzte sagen nicht viel, warten den nächsten Scan ab. Wolfgang fühlt sich unsicher. Er spürt, dass ihm die Kräfte geschwunden sind. Die Chancen in diesem Stadion sind schlecht. Wenige Menschen leben 5 Jahre nach einer solchen Diagnose noch.
Trotzdem überwiegt Hoffnung.
Beim PET-Scan erhalten Patienten einen schwach radioaktiven Stoff per Spritze und werden anschließend geröntgt. Dadurch soll der Erfolg der Chemotherapie kontrolliert werden. Falls der Krebs erneut gestreut hat, werden Metastasen in der Bildgebung sichtbar.
Hintergrund Darmkrebs
Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebsarten in den Industriestaaten. Die WHO warnt seit 2015, dass rotes und verarbeitetes Fleisch ein Risikofaktor für Darmkrebs sind. Bereits 50 Gramm Fleisch am Tag verarbeitet erhöht das Risiko für Darmkrebs um 18 Prozent.
Fleisch ist nicht der einzige Risikofaktor, allerdings einer, der sich besonders leicht vermeiden lässt, indem man kein Fleisch isst. Weil immer mehr junge Menschen unter 50 an Darmkrebs erkranken, warnen Ärzte vor einer regelrechten Epidemie. Auch Wolfgang ist Fleischesser.
Mit der Schilderung eines realen Falls möchten wir dazu beitragen, Aufmerksamkeit auf diese tragische Krankheit zu lenken – und auf die Möglichkeiten der Vorbeugung. Namen und persönliche Details wurden verfremdet.
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