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Ab wann darf man sich „Veganer“ nennen? Muss man dazu erst jahrelang vegan essen, oder kommt es darauf an?
Wir hören die Frage immer wieder. Offenbar beschäftigt die Frage viele Menschen!
Manche fürchten, es könnte anmaßend sein, sich als Veganer zu bezeichnen, wenn man noch nicht lange vegan lebt, oder bestimmte Szene-Codes noch nicht in- und auswendig kennt.
Andere glauben, dass sie auch in den entferntesten Randbereichen 100 % perfekt leben, um sich offiziell als „Veganer“ zu bezeichnen. Als gäbe es einen Art Vegan-Führerschein zu bestehen.
Ab welchem Zeitpunkt kann man sich auch berechtigterweise als „Veganer“ bezeichnen?
- Die ganz kurze Antwort lautet: Sobald man bewusst Tierprodukte meidet.
- Die etwas längere Antwort: Sobald man keine Tierprodukte mehr konsumiert (so gut es im Alltag ohne übertriebenen Aufwand geht), ist man Veganer.
Und ganz ausführlich erklären wir es euch hier:
Veganer zu sein fühlt sich für manche Menschen wie ein Privileg an. Und es ist ein wirklich gutes, klares Gefühl, Veganer zu sein.
Gleichzeitig gibt es viele Menschen, die zwar weitestgehend vegan leben, aber doch ab und zu ein Stückchen Käse, ein bisschen Milchschokolade oder mal eine Butterbrezel essen. Menschen, die auch grundsätzlich schon vegan leben – aber mit kleinen Ausnahmen.
Und während manche „Vegan“ auch gerne als Aushängeschild verwenden, verzichten andere lieber auf die Bezeichnung und sehen sich als ganz normale Menschen, die eben vegan sind.
Eine zu starke Definition von „Veganer“ ist unserer Meinung nach kontraproduktiv, da es den Eindruck vermittelt, vegane Ernährung wäre elitär und nur mit großer Anstrengung zu meistern. Das Gegenteil ist der Fall!
Es geht nicht darum, in jeder Disziplin perfekt zu sein. Es geht darum, zu sterben offensichtlich Dinge zu tun. Die 95 %, die bereits so viel bewirken für Tiere, Schöpfung und Gesundheit.
Denn die Hauptsache ist es doch, dass man nicht mehr aktiv an der irrwitzigen Ausbeutung von Natur und Tieren teilnimmt. Den Verbrechen gegenüber der Schöpfung und nachfolgenden Generationen. Dass man mit den inneren Werten übereinstimmt – und der stets verdrängten Tierquälerei endgültig eine Absage erteilt. Ganz egal, ob man das von Anfang an perfekt schafft, oder ab und zu noch kleine Ausnahmen macht.
Darum geht es den allermeisten Menschen, die Veganer werden.
Ganz davon abgesehen ist „Veganer“ keine geschützte Bezeichnung und daher kann sich jeder „Veganer“ nennen.
Du bist daher herzlich Willkommen im Kreise der Veganer. Und wenn du hier und da noch ein paar Fehler oder kleine Ausnahmen machst, dann ist es nicht so tragisch. Viel wichtiger ist es, es im Alltag zu versuchen. Etwas Anstrengung ist okay (denn schon bald entstehen neue Routinen), aber bitte ohne übertriebenen Aufwand.
Mit einem gesunden Pragmatismus vermeidest du, dass du irgendwann die Lust verlierst.
Der Artikel wurde am 22.5.2023 überarbeitet.
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