
Lust auf herrlich saftige und aromatische Zwetschgenmuffins mit zimtig-knusprigem Topping? Ich habe sie kürzlich gebacken, weil wir noch etwas unreifes Zwetschgen von Omas Baum geerntet hatten, die irgendwo hin musste. Und es muss ja nicht immer nur der bekannte Zwetschgen-Streusel-Kuchen vom Blech sein 🙂
Meine liebsten Gründe für Zwetschgenmuffins
- Säuerliche Frucht, süße Zimtstreusel: Die Zwetschgen im Teig sind leicht säuerlich und sehr fruchtig. Das harmoniert wunderbar mit der süßen knusprigen Streuseldecke.
- Rettung bei einer Zwetschgenschwemme: Wenn ihr nicht so recht wisst, wohin mit den leckeren Früchten (außer in Zwetschgenmus und Co), sind Muffins mit Zwetschgen eine vergleichsweise „schnelle“ und köstliche Antwort 😉
- Zwetschgen passen wunderbar zu Gewürzendie ich liebe. Am besten zu kräftigen Gewürzen, die ein bisschen „wärmen“. Wir essen die Zwetschgenmuffins mit Zimt am liebsten; Alternativ sind auch Zitronenabrieb oder ein paar Tropfen Bittermandelöl sehr lecker. Letzteres erzeugt ein feines Marzipan-Aroma.

Meine Tipps für den Zutaten-Kauf
Die Basis ist ein schneller Muffins-Grundteig aus Mehl (Weizen oder Dinkel), Zucker, Eiern, Öl und Joghurt. „Besonders“ werden die Zwetschgenmuffins durch diese Zutaten:
- Zwetschgen sind natürlich der Star. Wiegt sie mit Kern, also wie ihr sie kauft oder pfückt. Aus 220 g mit Kern werden rund 200 g entsteinte. Nehmt möglichst feste, eher säuerliche Früchte; Meine „leicht unreifen“ sind beim Backen kaum zermatscht. Sehr reife, weiche Zwetschgen geben deutlich mehr Saft ab, was den Teig beeinflussen kann.
- Gemahlene Mandeln Ersetzen Sie einen Teil des Mehls, aber nicht nur wegen der Konsistenz oder ihres Fettes. Sie schmecken ganz leicht nach Marzipan, was gut zu Zwetschgen passt.
- Die Streuseldie auf meinem Streusel-Grundrezept aus Mehl, Zucker und Butter basieren, verfeinere ich mit ein bisschen Zimt; Tonkabohne geht auch gut.

So werden es schöne & saftige Zwetschgenmuffins
- Achten Sie auf die richtige Mengen-Kombi. Ich habe beim Testen 12 verschiedene Zwetschgenmuffins mit ganz unterschiedlichen Teig-, Frucht- und Streuselmengen gebacken und alles mitnotiert. Mein Favoritenverhältnis sind grob 65g Teig (inkl. Zwetschgen) pro Förmchen und rund 12 g Streusel obendrauf. Förmchengrößen unterscheiden sich allerdings stark, bei euch kann es auch etwas anders sein. Auf dem Teig muss nur genug Platz für das Deko-Zwetschgenviertel und die Streusel bleiben, auch, wenn im Ofen alles aufgeht
- Der Teig darf ruhig fest sein. Er ist zäher als zB Rührteig. Wäre er zu weich, würden Zwetschgen und Streusel beim Backen nach unten sinken.
- Tiefgekühlte Zwetschgen nur antauen. Halb gefroren geben sie weniger Saft ab. Ich habe keine großen Unterschiede zwischen Zwetschgenmuffins mit frischen Zwetschgen oder TK Obst gemerkt.
- Die Konsistenz ändert sich beim Aufbewahren. In einer Dosis werden sie noch saftiger, die Streusel dafür aber auch weicher. Wer sie lieber knusprig mag, sollte die Zwetschgenmuffins direkt aufessen 😉 (oder einfrieren).


Zwetschgenmuffins oder Pflaumenmuffins?
Das Rezept funktioniert auch mit den großen Verwandten – dann sind es eben Pflaumenmuffins mit Streuseln. Pflaumen sind oft etwas süßer und saftiger. Achten Sie auch hier darauf, dass die Früchte nicht überreif bzw. sind. zu weich sind. Viel Freude beim Testen und Genießen! Wenn ihr nach dem Backen noch Obst übrig habt, kann ich euch auch den Zwetschgencrumble oder den veganen Zwetschgenkuchen sehr ans Herz legen.
Zwetschgen-Muffins
Wunderbar aromatische und saftige Zwetschgenmuffins mit Streuseln und Zimt
Für den Belag
- 220 Gramm Zwetschgen mit Kern ausgewogen
- 70 Gramm Weizenmehl
- 30 Gramm Zucker
- ½ Teelöffel Zimt
- 40 Gramm Butter kalt
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70 Gramm Weizenmehl, 40 Gramm Butter, 30 Gramm Zucker, ½ Teelöffel Zimt
Als erstes die Streusel vorbereiten. Dafür Mehl, Zucker und Zimt mischen. Die kalte Butter in kleinen Stückchen bzw. Flöckchen dazugeben. Alles erst kurz mit den Knethaken, dann mit den Fingern zu Streuseln verkneten. Die Streusel bis zur Verwendung kalt stellen.
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220 Gramm Zwetschgen
Den Backofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Zwetschgen waschen, halbieren und entsteinen. Ganz grob zwei Drittel davon in kleine Stücke schneiden, den Rest vierteln.
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160 Gramm Weizenmehl, 40 Gramm gemahlene Mandeln, 1 ½ Teelöffel Backpulver, ½ Teelöffel Natron, 1. Preis Salz, ½ Teelöffel abgeriebene Zitronenschale
Mehl, Mandeln, Backpulver, Natron, Salz und Zitronenschale in einer Schüssel vermischen.
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95 Gramm Zucker, 2 mittelgroße Eier, 70 Gramm Rapsöl, 145 Gramm Naturjoghurt
In einer zweiten Schüssel verquirlen Eier und Zucker miteinander. Öl und Joghurt dazugeben und alles gut verrühren, bis die Masse homogen ist.
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Die trockenen Zutaten zu den flüssigen geben und alles möglichst kurz, aber kräftig miteinander verrühren. Der Teig ist eher fest. Die Zwetschgenstückchen mit einem Teigschaber unterheben.
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Den Teig in etwa 12 Muffinförmchen aus Papier oder Silikon füllen und diese am besten zusätzlich auf ein Muffinblech stellen. Die Förmchen nur zu etwa zwei Dritteln mit Teig füllen. Die Zwetschgenviertel sowie danach die Streusel darüber verteilen und leicht in den Teig drücken.
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Die Muffins je nach Größe ca. 19-22 Minuten backen, bis sie goldgelb sind.
- Zwetschgen: Nehmt am besten feste, eher säuerliche Früchte. Sehr reife, weiche Zwetschgen geben deutlich mehr Saft ab, das kann der Teig feuchter werden und die Muffins klitschig. TK Zwetschgen funktionieren auch. Lassen Sie sie vorher nur an-, nicht vollständig auftauen, dann geben Sie ihnen weniger Saft ab.
- Aufbewahrung: Die Zwetschgenmuffins halten sich locker 1-2 Tage. In einer Tupperbox ziehen sie durch und werden sogar noch saftiger, die Streusel verlieren dabei aber ihren Crunch.
- Einfrieren Funktioniert gut. Zum Auftauen die Muffins einfach bei Zimmertemperatur stehen lassen und ggf. nochmal ganz kurz aufbacken.
