Brand tötet 30-100 Kälber bei Segeberg / schon der 14. Großbrand in 3 Monaten!

Erneut sind etliche Tiere bei einem Stallbrand ums Leben gekommen. (Symbolbild)





Bild: K/Vegpool / Canva


Bei einem Stallbrand in Henstedt-Ulzburg im Kreis Segeberg sind laut Medienberichten am Donnerstag, 01.10.2026, 30-100 Kälber gestorben.

Bei dem Brand sollen ein Stall und ein Reetdachhaus niedergebrannt sein. Als die ersten Einsatzkräfte am Donnerstag gegen 22.30 Uhr eintrafen, standen beide Gebäude bereits vollständig in Flammen. Stall und Wohnhaus brannten bis auf die Grundmauern ab. (1)(2)

Vier Menschen wurden verletzt, darunter zwei Bewohner und zwei Feuerwehrkräfte. Die Verletzten wurden teils ins Krankenhaus gebracht, teils vor Ort behandelt.

In der Spitze waren rund 130 Einsatzkräfte vor Ort. Auch das Technische Hilfswerk war im Einsatz. Am Morgen trug ein Bagger Gebäudeteile ab, damit Glutnester gelöscht werden konnte.

Der Schaden liegt laut Polizei im Millionenbereich. Die Brandursache war zunächst unklar.

Der Brand in Henstedt-Ulzburg war der 14. Großbrand in nur drei Monaten, bei dem Tiere in gewerblicher Tierhaltung starben.

14. Großbrand innerhalb von 3 Monaten

Datum Tote Tiere Ort
02.10.2026 30-100 Kälber Henstedt-Ulzburg (DE)
23.09.2026 3.000 Hühner Ritten (IT)
19.09.2026 470-600 Gänse und Hühner Großselfingen (DE)
12.09.2026 250 Rinder, siehe Artikel Palézieux (CH)
08.09.2026 1.800 Schweine, siehe Artikel Essen (DE)
02.09.2026 1.000 Ferkel Bernsgrün-Hohndorf (DE)
01.09.2026 120 Schweine Molbergen (DE)
12.08.2026 Hunderte Schweine Adlkofen (DE)
06.08.2026 1.000+ Schweine, siehe Artikel Ried Hörmannsberg (DE)
03.08.2026 50 Rinder Garrel (DE)
02.08.2026 500 Küken Fehring (AT)
29.07.2026 250 Schweine Geseke (DE)
15.07.2026 20.000 Schweine (größter Teil des Ferkels) Düben (DE)
11.07.2026 600 Schweine Pettenbach (AT)

Die wiederkehrenden Brände zeigen Tierschützern ein strukturelles Problem in gewerblichen Tierhaltungsbetrieben. Experten sagen, es fehle der tierschutzrechtliche Brandschutz, der nicht nur Gebäude schützt, sondern auch die eingesperrten Tiere.

Branchenverbände der Tierindustrie lehnen solche Maßnahmen immer wieder als zu teuer ab.

Veröffentlichung:

Autor: Kilian Dreißig

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